Kühlen Kopf bewahren und Leistungseinbußen vorbeugen!


Schweine können ihre überschüssige Körperwärme und Stoffwechsel-energie nur durch eine gesteigerte Atemfrequenz (Hecheln) an die Umwelt abgeben. Schweine und besonders Sauen reagieren deshalb auf steigende Temperaturen mit Einschränkung der Futteraufnahme und erhöhter Kreislaufbelastung.

 
 
 

Haltung anpassen

  • Verlegen Sie zusätzliche Stressfaktoren wie Umstallen oder Impfmaßnahmen in die kühlen Abend- oder Nachtstunden.
  • Berieseln Sie die Sauen und wenn möglich auch die Dachflächen mit Wasser.
  • Hohe Luftraten tagsüber. Bei abklingender Hitze aber unbedingt die Luftgeschwindigkeit wieder reduzieren!
  • Achten Sie auf eine adäquate Wasserversorgung und ausreichende Luftzirkulation.
  • Vermeiden Sie direktes Sonnenlicht im Stall!
  • Auch Ferkellampen und Fußbodenheizung heizen den Stall zusätzlich auf. Nur wenn unbedingt nötig, angeschaltet lassen.

 

Futteraufnahme sicher stellen und Ration anpassen

Schweine geben überschüssige Körperwärme und Stoffwechselenergie nur durch eine gesteigerte Atemfrequenz (Hecheln) ab und schränken ihre Futteraufnahme ein. Bei laktierenden Sauen bedeutet jedes Grad Temperaturerhöhung eine Reduktion der Futteraufnahme um ca. 100 bis 150 g täglich.

  • Setzen Sie schmackhafte Komponenten und qualitativ hochwertige Rationen ein.
  • Setzen Sie Stoffwechsel entlastende Rationen mit abgesenktem Rohproteingehalt und leicht verfügbaren Energiequellen ein
  • Sichern Sie eine ausreichende Wasserversorgung. Dazu die Futtertröge evtl. mit dem Wasserschlauch befüllen.

 

Kotkonsistenz beobachten

 

Der Feuchtigkeitsverlust über die Atemwege durch das Hecheln kann trockenen Kot und verringerte Darmperistaltik begünstigen. Schadkeime werden nicht schnell genug abgeführt, was eine MMA-Erkrankung begünstigt.

  • Achten Sie auf eine ausreichende Wasserversorgung

 

Hygiene in Futter- und Tränkeleitungen stabilisieren

  • Setzen Sie konservierende Präparate zur Unterdrückung von Hefen und anderen Schadkeimen ein.
  • Achten Sie auf häufigere Fütterungsintervalle mit kleinen Portionen.

 

Energieversorgung sicherstellen

 

 Die reduzierte Futteraufnahme bedingt eine geringere Energieaufnahme und eine unzureichende Versorgung mit Mineral- und Vitalstoffen.

  • Steigern Sie die Energiedichte in der Ration, besonders im Laktationsfutter (Rohfettgehalt bis 5 %)
  • Füttern Sie zur Stoffwechselunterstützung vitaminreiche Top-Dressings

Ihr Ansprechpartner

Henrike Kaack

Henrike Kaack

Produktmanagement - Schweine

Tel. + 49 (0) 4101 218-2250

Fax + 49 (0) 4101 218-2287 

 

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