Universität Bonn: BONSILAGE TWIN* verhindert Nacherwärmung


Bisher war es schwierig, den Zusammenhang zwischen Verdichtung und dem Einsatz von Siliermitteln zu belegen. Die Universität Bonn entwickelte unter Federführung von Dr. Christian Maack am Institut für Landtechnik ein sehr anschauliches Verfahren. 

 

 Die Mais-Bestände sind heute bereits auf dem Feld hoch mit Hefen belastet. Die Hefen verbleiben in der Silage und sorgen bei erneutem Luftzutritt nach Öffnen der Silos schnell für Nacherwärmung und in Folge fürhohe Verluste. Eine gute Verdichtung verzögert die Erwärmung, verhindert sie aber nicht. Das Zusammenwirken der Siliermittel BONSILAGE TWIN MS* und BONSILAGE TWIN MF* sorgt in Verbindung mit einer guten Verdichtung für extrem stabile und hygienisch einwandfreie Silagen.

 

Neues System zur Ermittlung von Nacherwärmung


Die Silage wird in 60-l-Fässern luftdicht für mindestens 90 Tage eingelagert (s. Abb. 1). Das Ausgangsmaterial wies einen TM-Gehalt von 38 % mit 31,7 % Stärke, 18,4 % Rohfaser und 6,74 MJ NEL auf.

Als Verdichtungsvarianten (DLG-Zielwert für 38 % TM: 310 kg TM/m3) wurde zum einen eine sehr gute Verdichtung mit 305 kg TM/m3 und zum anderen eine mittlere Verdichtung mit 230 kg TM/m3 gewählt. Nach dem Öffnen wurde die Temperatur in drei Tiefen – 15, 30 und 40 cm hinter dem „Anschnitt“ – permanent über Temperaturlogger aufgezeichnet (s. Darst. 2). Zusätzlich erfolgte die tägliche thermografische Fotografie der Fässer (s. Darst. 3).

 

Gute Verdichtung führt nachweislich zu weniger Nacherwärmung   


Die Ergebnisse belegen eindeutig die herausragende Bedeutung einer hohen Verdichtung für eine gute aerobe Stabilität von Maissilagen. Während die Kontrolle der hoch verdichteten Variante am Tag 6 erste Nacherwärmungserscheinungen in der obersten Schicht zeigte, wurde die Kontrolle der mittleren Verdichtungsvariante bereits nach drei Tagen warm. Hier konnten im Zeitverlauf viel höhere Temperaturen und ein erheblich schnelleres Voranschreiten der Nacherwärmung in die tieferen Schichten beobachtet werden (s. Darst. 4).


Einsatz von Siliermittel verstärkt die Wirkung


Auch bei mittlerer Verdichtung stoppt der Einsatz von BONSILAGE TWIN MS* und BONSILAGE TWIN MF* die Aktivität der Hefen nachhaltig. Die Silagen sind selbst nach 10 Tagen aerober Lagerung normal temperiert, sowohl am Anschnitt als auch in tieferen Siloschichten (s. Darst. 5). Nicht ein Fass der behandelten Varianten wurde warm. Dieses beeindruckende Ergebnis spricht für die Leistungsstärke der eingesetzten BONSILAGE-Produkte und den wirkungsvollen Schutz vor Nacherwärmungsverlusten.


So lassen sich hohe Futteraufnahmen aus Maissilagen erzielen – die Basis für ausgezeichnete Grundfutterleistung und mehr Wirtschaftlichkeit in der Milchproduktion.

 

*BONSILAGE TWIN MS und MF sind die Vorgänger von BONSILAGE FIT M.


Luftdichte Einlagerung von Silage in 60-l-Fässern

Schema eines Silo-Fasses (60 l) im Versuch mit Temperaturloggern

Thermografische Aufnahme nach fünf Tagen aerober Lagerung. Behandlung der Fässer von links nach rechts: Kontrolle, BONSILAGE TWIN MS und BONSILAGE TWIN MF bei Verdichtung von 230 kgTM/ m3

Einfluss der Verdichtung auf die Nacherwärmung in der Kontrolle, in den verschiedenen Schichten des Silos

Der Einsatz von BONSILAGE TWIN MS (li.) und BONSILAGE TWIN MF (re.) unterbindet selbst bei mittlerer Verdichtung die Nacherwärmung in allen Schichten des Silos

Autor

Dr. Ewald Kramer

Dr. Ewald Kramer - SCHAUMANN Forschung & Entwicklung - Bereich Futterkonservierung

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