Monoglyceride - die Fettsäuren mit besonderer Wirksamkeit


Der Einsatz mittelkettiger Fettsäuren (MCFA) im Tierfutter hat sich, insbesondere zur Stabilisierung von Gesundheit und Leistung in anspruchsvollen Fütterungsphasen bewährt. Eine Weiterentwicklung dieser MCFAs sind Monoglyceride (MCM). Sie erzielen noch deutlichere Effekte bei der Hemmung des Bakterienwachstums im Darm. SCHAUMANN nutzt dieses Wissen und lässt die Vorzüge der MCMs in seine Produkte einfließen.

 

Monoglyceride (MCM) hemmen unerwünschte Mikroorganismen

 

Monoglyceride (MCM) haben ein breites Wirkspektrum und tragen nachweislich zur Regulation und Hemmung von grampositiven und gramnegativen Bakterien im Verdauungstrakt der Tiere bei. Sie greifen die Schutzhülle (Zellmembran) der Bakterien an und stören gleichzeitig Stoffwechselprozesse sowie das zelleigene Abwehrsystem im Inneren der Zelle.

 

Durch die Unterdrückung unerwünschter Bakterien wird die Entwicklung erwünschter Bakterien in der Darmflora gefördert. Vor allem grampositive Bakterien wie zum Beispiel Clostridien, Streptokokken und Staphylokokken, die durch ihre stabile und dicke Murinschicht in der Zellwand äußerst robust und widerstandsfähig sind, werden von MCM erfolgreich bekämpft.

 

Monoglyceride - spezielle Formen mittelkettiger Fettsäuren

 

Monoglyceride (MCM) entstehen, wenn eine MCFA über eine Veresterung an Glycerin gebunden wird (s. Darst. 1). Die Effekte einzelner MCM können durch gezielte Auswahl und Kombination gesteuert und sogar verstärkt werden.

 

 

 


Darst. 1: Schemaische Darstellung der Moleküle von mittelkettigen Fettsäuren (MCFA) und deren Monoglyceriden (MCM)

 

Wirkweise über Eindringen in die Zelle und Störung der Stoffwechselprozesse

 

Darst. 2 zeigt die Wirkweise schematisch. Das MCM-Molekül kann durch seine chemisch-physikalische Eigenschaft leicht von der Zelle absorbiert werden. Gleichzeitig erhöht es die Durchlässigkeit der Zellwand und verändert deren Struktur. In der Zelle brechen dann Enzyme die Verbindung zwischen Glycerin und der Fettsäure auf. Die Folge ist ein Abfall des pH-Werts, die keimhemmende Wirkung setzt ein. 

 Die frei gewordene Fettsäure zerstört nun das metabolische Gleichgewicht sowie die DNA der Zelle. Pathogene Bakterien können ihre Entwicklungsfähigkeit kaum aufrechterhalten, da die MCM viele dafür relevante Mechanismen hemmen.

 

 

 


Darst. 2: Schematische Wirkung der Monglyceride (MCM)

 

 Vorteile der MCM liegen in ihrer Effizienz und in positiven Futtereigenschaften

 

MCM sind geschmacks- und geruchsneutral, durch ihre Polarität emulgierbar und zeigen auch im pH-neutralen Medium selbst bei geringen Einsatzmengen eine hohe Wirksamkeit. Wesentlich kleinere Mengen wirksamer Substanz sind notwendig, um das Wachstum vor allem grampositiver Bakterien einzudämmen. Der neutrale Geruch führt zu einer sehr guten Akzeptanz bei den Tieren, die Futteraufnahme wird nicht negativ beeinflusst. Dies ermöglicht eine höhere Flexibilität in der Anwendung sowie der Einsatzmenge.

 

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