Grundfutterknappheit - Rationen richtig gestalten


Trockengestresstes Grünland

In vielen Regionen konnten die Landwirte 2018 nur wenig Grassilage mit akzeptabler Qualität und Quantität ernten. Auch viele Maisbestände waren vertrocknet. Bei einigen Betrieben ist das Grundfutter für die Herbst- und Wintermonate daher knapp. SCHAUMANN gibt Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Rationsgestaltung jetzt planen sollten, um Ihre Herde in den kommenden Monaten zu füttern.

 

 

 

Bedarfsgerecht versorgen

 

Auch in Zeiten mit knapper Grundfutterversorgung sollten Sie den hochleistenden Kühen, den Transitkühen sowie den Kälbern und Jungrindern bis zu einem Alter von 9 Monaten nur qualitativ hochwertiges Futter anbieten. Jungvieh ab einem Alter von 10 Monaten und Mastbullen können mit alternativen Rationslösungen, beispielsweise mit höheren Anteilen Stroh oder Heu und Kraftfutter, versorgt werden.

 

 

Nebenprodukte nutzen

 

Um kostengünstig Energie- und Eiweißträger in die Ration zu integrieren, bietet sich der Zukauf von Nebenprodukten, z. B. Pressschnitzel oder Biertreber, an. Die Einsatzmenge der Nebenprodukte muss auf die Grundration abgestimmt werden (s. Darst. 1). Auch eine Futtermittelanalyse ist zu empfehlen, da die Nährstoffgehalte stark schwanken. Besonders wichtig ist auch die Hygiene bei der Einlagerung.

 

 

Stroh als Faserträger einsetzen

 

Kühe füttern bedeutet Pansen füttern. Dieser Grundsatz ist besonders bei Futterknappheit sehr wichtig. Stroh oder Luzerneheu können in Kombination mit Kraftfutter und Nebenprodukten Teile der Silage in der Ration ersetzen. Auch der Einsatz von Rapsstroh kann in begrenztem Maße (bis max. 0,5 kg) erfolgen. Das Rapsstroh darf maximal 3 cm lang sein, da sonst die Futteraufnahme reduziert wird. Wichtig ist bei allen Rohfaserkomponenten die einwandfreie hygienische Qualität. Außerdem sollte auf den Trockenmassegehalt der Ration geachtet werden, damit die Tiere nicht selektieren.

 

 

Energiedichte erhöhen

 

Oft reichen bei Futterknappheit die Energiegehalte in der Ration zur Bedarfsdeckung besonders bei hoher Milchleistung nicht aus. Auch die Ergänzung der Ration mit Nebenprodukten führt nicht zu einer ausreichenden Bedarfsdeckung an Energie. Eine Möglichkeit zur Verbesserung der Energieversorgung ist die Zugabe pansengeschützter Fette. SCHAUMANN ENERGY oder SCHAUMANN ENERGY EU verbessern die Energieversorgung ohne den Pansen zu belasten.

 

 

Verdaulichkeit verbessern

 

Um das knappe Grundfutter und andere Komponenten (z. B. Stroh) optimal zu nutzen, ist eine hohe Verdaulichkeit der Ration eine wichtige Voraussetzung. Eine bessere Ausnutzung aller Rationskomponenten erreichen Sie durch den Einsatz von Mineralfuttern mit RUMIVITAL und RUMIVITAL®i. Diese innovativen Wirkstoffe verbessern den Aufschluss der Rohfaser und optimieren die Ausnutzung von Stärke für eine bessere Futtereffizienz (s. Darst. 2).

 

 

Jetzt handeln

 

Durch das rechtzeitige Festlegen einer Fütterungsstrategie können die negativen Auswirkungen des Grundfuttermangels zumindest teilweise ausgeglichen werden. Kalkulieren Sie den Futterbedarf für die folgenden acht bis neun Monate, um Engpässe bei der Futterversorgung vorzubeugen. Beachten Sie dabei die Veränderungen der Kosten für Zukauffutter besonders hinsichtlich möglicher Rationsanpassungen oder Veränderungen im Tierbestand.

Richtwerte für den Einsatz von Nebenprodukten in der Ration für laktierende Kühe



RUMIVITAL verbessert die Verdaulichkeit der Ration und damit die Milchleistung – Ergebnisse aus Gut Hülsenberg



Autor

Dr. Martina Gorniak

Dr. Martina Gorniak

Produktmanagement Rind - SCHAUMANN Deutschland

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