Effekt von MCFA auf Leistungsparameter in der Ferkelaufzucht


Entwicklung der täglichen Lebendmassezunahme

Der Einsatz freier mittelkettiger Fettsäuren (MCFA) ist eine zukunftsorientierte und kostengünstige Lösung zur Stabilisierung leistungsstarker Ferkelfutter.  Positive Praxiserfahrungen gaben den Anlass, einen Exaktversuch mit Absetzferkeln am Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp durchzuführen. Es sollte der Effekt von MCFA auf Leistungsparameter in der Ferkelaufzucht untersucht werden, wenn voll ausgestattete Futtermischungen (Säurepaket, BONVITAL, Enzyme usw.) mit und ohne MCFA gefüttert werden.

 

Versuchsanordnung

 

Es wurden 240 Ferkel (Pi x BHZP) mit jeweils 12 Tieren pro Bucht auf Kunststoffrosten gemischtgeschlechtlich aufgestallt. Jeder Futtergruppe wurden 120 Tiere, also 10 Buchten, zugeteilt. Die verwendeten Absetzferkel hatten bei einem mittleren Lebens- alter von 24,1 Tagen eine Lebendmasse von 8,1 kg. Die Fütterung erfolgte zweiphasig mit einem FAZ I-Futter für die ersten 15 Tage und einem FAZ II-Futter für die nach- folgenden 25 Tage annähernd ad libitum über eine Spotmix-Anlage (s. Darst. 1).  

Das Kontrollfutter enthielt eine herkömmliche Säuremischung aus dem SCHAUMANN-Programm, das Versuchsfutter war mit einem Prozent SCHAUMACID PROTECT Granulat ausgestattet. Mit Ausnahme der MCFA im SCHAUMACID PROTECT unterscheiden sich diese beiden Säuremischungen nicht. Als Versuchsparameter dienten die Lebendmasseentwicklung, die Futteraufnahme, der Futteraufwand sowie der subjektive Gesundheitszustand der Ferkel.

 

Der Fütterungsversuch verlief ohne auffällige Gesundheitsstörungen der Ferkel, Unterschiede zwischen den Versuchsgruppen waren nicht nachweisbar.

 

Auswertung - Lebendmassezunahmen

 

Die Lebendmassezunahme lag unter Berücksichtigung einer Versuchsdauer von 40 Tagen und dem Anfangsgewicht von 8,1 kg mit über 450 g pro Tag auf einem hohen Niveau, so dass ein mittleres Endgewicht von 26 kg erreicht wurde (s. Darst. 2). Im ersten Versuchsabschnitt verbesserten sich die Lebendmassezunahmen signifikant um fast 20 g pro Tag (+ 8 Prozent) durch SCHAUMACID PROTECT. Dieser Vorsprung konnte nicht über die gesamte Versuchsperiode gehalten werden. Dennoch lag die SCHAUMACID PROTECT-Gruppe mit 6 g (+ 1,3 Prozent) höheren täglichen Lebendmassezunahmen über der Leistung der Kontrollgruppe.

 

Auswertung - Futteraufwand

 

Mit 1,6 kg Futter je kg Lebendmassezuwachs bewegte sich der mittlere Futteraufwand im Normalbereich entsprechender Aufzuchtperioden. Durch SCHAUMACID PROTECT verringerte sich der Futteraufwand im ersten Abschnitt um sechs Prozent, während der gesamten Aufzuchtperiode um fünf Prozent im Vergleich zur Kontrolle, somit wurden 80 g weniger Futter zur Erzeugung von einem Kilogramm Lebendmassezuwachs verbraucht (s. Darst. 3).

 

Zusammenfassung der Ergebnisse

 

Die Ergebnisse bestätigen das Potenzial von MCFA als leistungsverbessernde Alternative in der Ferkelaufzucht. Selbst ein bereits hohes Leistungsniveau lässt sich noch weiter ausbauen. Abgesehen von einer signifikanten Erhöhung der Lebendmassezunahme im ersten Abschnitt der Ferkelaufzucht (FAZ I) haben die MCFA in SCHAUMACID PROTECT einen auffallend positiven Einfluss auf die Nährstoffverwertung, was sich in der beachtlichen Verbesserung des Futteraufwandes widerspiegelt.

Für einen Zuwachs von 18 kg Lebendmasse werden ca. 30 kg Ferkelaufzuchtfutter benötigt. Die MCFA in einem Prozent SCHAUMACID PROTECT Granulat verringert den Futteraufwand um fünf Prozent. Es werden so 1,5 kg Aufzuchtfutter pro Ferkel eingespart.

 

 

Darstellungen 1 - 3

Autor

Dr. Martin Rimbach

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