Bei unserer Schwesterfirma Senzyme vereinen sich Forschung, Entwicklung und Produktion rund um die Feststofffermentation unter einem Dach – mit herausragenden Ergebnissen!
Durch die Fermentation verschiedener Substrate mit unterschiedlichen Kombinationen von speziell ausgesuchten Pilzen entstehen die funktionellen Einzelfuttermittel rund um RUMIVITAL und CERAVITAL. Als funktionelle Komponente ist ein breites Spektrum von Enzymen über Pilz-Zellwandbestandteilen bis hin zu Stoffwechselmetaboliten der Pilze und speziellen Glucoseverbindungen enthalten. Aus der Vielfalt dieser Komponenten ergeben sich die beiden Wirkungen:
1. Wirkung im Futter
Ein wesentlicher Faktor der Produkte aus der Feststofffermentation ist die Fähigkeit, mehr Nährstoffe aus dem Futter freizusetzen und so die Futtereffizienz deutlich zu steigern. Das gelingt im Wesentlichen durch die Aufspaltung sog. Nicht-Stärke-Polysaccharide, welche zwar von Mikroorganismen, aber nicht von den im Magen-Darm-Trakt gebildeten Enzymen aufgespalten werden können. Durch den Aufschluss dieser „Barriere“ aus Zellwänden und verschiedenen Faserkomponenten, wie Hemicellulose, werden sonst ungenutzt ausgeschiedene Nährstoffe der enzymatischen Verdauung im Darm aber auch der Pansenflora zugänglich gemacht. So können die Tiere mehr Energie, mehr Aminosäuren und weitere Nährstoffe aus dem Futter herausholen.
2. Wirkung im Tier
In verschiedenen in vitro-Versuchen konnte gezeigt werden, dass RUMIVITAL und CERAVITAL nicht nur im Futter, sondern auch im Tier selbst Wirkung zeigen. Besonders hervorzuheben ist der günstige Einfluss auf das Immunsystem und die Integrität von Geweben.
Darstellung 1 zeigt das Ergebnis aus einem sehr speziellen und komplexen Verfahren, dem sog. Immune Profiling. Hier konnte gezeigt werden, dass je nach Ausgangssituation – ohne besondere Vorkommnisse (basal) oder in einer Stresssituation (Entzündungsgeschehen) – unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen werden. Während im Basalstadium das Immunsystem durch die Fermentationsprodukte „wachsamer“ ist, wird unter entzündlichen Bedingungen eine überschießende Reaktion des Immunsystems und damit eine unnötige Schädigung des Gewebes vermieden. Gleichzeitig wird die Zellregeneration sowie die Wundheilung gefördert. Die Antwort des Immunsystems auf verschiedene Situationen wird effizienter und zielgerichteter.
Slide 1 of 3
Darst. 1: Ergebnis des Immune Profilings mit CERAVITAL XP
Darst. 2: Regeneration des Zellrasens beim Scratch-Test
Darst. 3: Funktionalität verschiedener Membranproteine nach Zugabe von DON/DON mit CERAVITAL XP
1 / 3
In die gleiche Richtung zeigen die Ergebnisse in Zellkulturen: Wurde in den Zellrasen auf einer Petrischale eine Wunde geschnitten, „heilte“ diese wesentlich schneller, wenn der Nährlösung CERAVITAL XP zugesetzt wurde (Darst. 2). Ebenso eindrucksvoll wird der günstige Effekt auf die Zellintegrität in Darstellung 3 gezeigt: Dieser Versuch wurde ebenfalls mit einer Zellkultur (Zellen aus der Darmschleimhaut) in einer Petrischale durchgeführt. Hier wurden die Zellen durch die Zugabe von DON (Mykotoxin) massiv gestresst.Das führte dazu, dass die Zell-Zell-Verbindungen, die für eine intakte Darmbarriere verantwortlich sind, wesentlich geringer ausgebildet wurden. Wurde zusätzlich zum DON auch CERAVITAL XP in die Nährlösung gegeben, konnte die Ausbildung der Zell-Zell-Verbindungen nahezu vollständig auf das Niveau in einer nicht belasteten Zellkultur zurückgeführt werden.
Warum das so wichtig ist?
Die Zell-Zell-Verbindungen (auch tight junctions) in der Darmschleimhaut stellen eine Barriere für alle größeren Moleküle aus dem Darm dar. Wenn diese Zell-Zell-Verbindungen die Zellen der Darmschleimhaut nicht mehr fest zusammenhalten, können z.B. Toxine leicht zwischen den Zellen hindurch in den Körper gelangen (sog. Leaky-Gut-Syndrom) und dem Tier auf diesem Wege schaden. Im „echten Leben“ war dieser günstige Effekt gut unter Hitzestress (welcher ebenfalls zu einer Lockerung der Zell-Zell-Verbindungen führt) auf Gut Hülsenberg zu beobachten: Durch den Einsatz von RUMIVITAL i waren die Kühe während dieser sehr herausfordernden Zeit wesentlich stabiler im Hinblick auf ihre Milchleistung als die Kontrollgruppe, welche kein RUMIVITAL i in der Mischung hatte.