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Betrieb Kummer: Hitzestress bei Milchkühen reduziert

SCHAUMANN-Fachberater Jannis Adamczyk mit Familie Kummer

SCHAUMANN-Fachberater Jannis Adamczyk (links) mit Familie Kummer

Der Milchviehbetrieb Kummer begegnet Hitzestress bei Milchkühen gezielt und erfolgreich. Dabei sind ein optimiertes Stallklima, eine pansenstabile Fütterung und die Zusammenarbeit mit SCHAUMANN entscheidend. So bleibt trotz hoher Temperaturen die Milchleistung im Sommer stabil.

Milchviehbetrieb Kummer im Überblick

Elena und André Kummer führen ihren Milchviehbetrieb mit viel Leidenschaft und einem klaren Blick nach vorn. Vor rund sechs Jahren hat das Ehepaar den Betrieb im Kreis Aachen von Andrés Vater übernommen. Die Region ist geprägt vom Ackerbau und auch die Kummers bewirtschaften ihren Hof mit einer Kombination aus Ackerbau und Milchviehhaltung.
Die Milchviehherde umfasst rund 140 Milchkühe mit eigener Nachzucht. Seit gut fünf Jahren melkt die Familie mit zwei Melkrobotern. Die Umstellung war ein wichtiger Schritt und bildet heute einen wesentlichen Baustein für die kontinuierlich steigenden Leistungen des Betriebs. Mit einem Herdendurchschnitt von 12.200 Litern im vergangenen Wirtschaftsjahr zeigt die Herde eindrucksvoll, wie die konsequente Weiterentwicklung Früchte trägt. Besonders stolz ist Elena Kummer auf die Zucht – ein echtes Hobby, das sie aktiv pflegt.

Worauf achtet Familie Kummer bei ihren Kühen im Sommer?

Der Betrieb liegt in der Köln-Aachener Bucht, die im Vergleich zur nahegelegenen Eifel deutlich wärmer ist. Hier kann der für Kühe kritische Temperature-Humidity-Index (THI-Wert) bereits früh im Jahr erreicht werden. Genau das ist auch der Grund, weshalb der Betrieb das Thema Hitzestress so konsequent angegangen ist. 
Elena Kummer beschreibt das Ziel dabei: „Die Atemfrequenz, Futteraufnahme und Milchleistung der Kühe sollen stabil bleiben. Wir wollen vermeiden, dass sie stehen, statt zu liegen, und dass die Leistung einbricht.“

Wie verhindert Familie Kummer Hitzestress im Kuhstall?

Zur Bekämpfung von Hitzestress bei ihren Milchkühen hat die Familie in den vergangenen Jahren ein umfassendes und aufeinander abgestimmtes Maßnahmenpaket umgesetzt. Es beinhaltet sechs Bausteine:

1. Offenere Bauweise und mehr Frischluft im Kuhstall

Der Stall stammt ursprünglich aus dem Jahr 1984 und entspricht baulich nicht den heutigen Standards. Ein Neubau kam jedoch nicht infrage. Stattdessen optimiert ihn Familie Kummer: Wände wurden herausgenommen, Curtains eingebaut und der First geöffnet, sodass warme Luft nach oben entweichen kann. Ziel ist eine maximale Frischluftzufuhr ohne Zugluft.

2. Moderne Ventilatorentechnik

Ergänzend zur offenen Bauweise setzt der Betrieb auf moderne Lüftungstechnik. Neben acht bestehenden Ventilatoren installierte er fünf große, frequenzgesteuerte Querventilatoren. Diese steuern sich automatisch über Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Die Wirkung ist gut sichtbar. Die Kühe verteilen sich ruhiger im Stall, stehen weniger und nehmen das Futter gleichmäßiger auf. Die Anlage wird Familie Kummer in diesem Jahr nochmals erweitern.

3. Wasser als wichtigstes Futtermittel

An heißen Tagen steigt der Wasserbedarf der Kühe massiv. Zahlreiche Schnellfluss-Tränken in allen Laufgängen sorgen dafür, dass jede Kuh jederzeit Zugang zu frischem Wasser hat. Zudem setzt die Familie das Tränke-Desinfektionsmittel SCHAUMADES CLEAN WS im Brunnenwasser ein. Sauberes, hygienisch einwandfreies Wasser ist eine Grundvoraussetzung, damit alle weiteren Maßnahmen greifen können.

4. Kühlung der Kühe durch Wasser

Zusätzlich entwickelte der Betrieb mit dem Hoftechniker ein Tropfschlauchsystem, das gezielt den vorderen Körperbereich der Kühe benetzt. Große Tropfen, kurze Intervalle und die Kombination mit Ventilatoren sorgen für eine effektive Verdunstungskälte. Dabei ist wichtig, dass das Euter trocken bleibt und die Kühe nicht dauerhaft unter der Kühlung bleiben. Das Ziel sind lange Liegezeiten trotz der hohen Temperaturen.

5. Konstante und pansenstabile Fütterung der Milchkühe

Ein ganz zentraler Baustein der Hitzestressstrategie ist die Fütterung. Gemeinsam mit SCHAUMANN etablierten Elena und André Kummer ein ganzjährig konstantes, pansenstabiles Fütterungskonzept. Ziel ist eine hohe Energiedichte bei gleichzeitig stabiler Struktur.
Zum Einsatz kommt das RINDASPEZIAL-Komplettmineralfutter von SCHAUMANN, das unter anderem Biotin, einen Toxinbinder und die Wirkstoffe RUMIVITAL®i und ASS-CO FERM enthält. Darüber hinaus setzen sie auf RINDAMIN BP als Pansenpuffer, SCHAUMANN ENERGY PRO zur Energieergänzung sowie das TMR-Konservierungsmittel SILOSTAR TMR PROTECT.
Ein Futteranschieberoboter sorgt besonders in den kühleren Nachtstunden dafür, dass jederzeit frisches Futter vorliegt.

6. Durchdachte Trockenstehphase

Auch für die Trockensteher gibt es eine eigene SCHAUMANN-basierte Ration inklusive dem Trockensteher-Mineralfutter RINDAVITAL VK ONE PLUS. Dieser Bereich ist ebenfalls mit Ventilatoren ausgestattet. Zusätzlich haben die Tiere Zugang zur Weide: ein Angebot, das sie nahezu ausschließlich in den Nachtstunden nutzen.

Wie bewertet Familie Kummer die Zusammenarbeit mit SCHAUMANN?

Seit rund sechs Jahren arbeiten Elena und André Kummer eng mit SCHAUMANN-Gebietsleiter André Zeppenfeld und -Fachberater Jannis Adamczyk zusammen. Die Zusammenarbeit umfasst die Jahresplanung, Rationsberechnung, MLP-Auswertung über Cow-how milk, Mineralfutterkonzepte, Siliermittelberatung und Umsetzung gezielter Strategien für Sommer und Winter. Besonders wichtig ist dabei der regelmäßige Austausch direkt auf dem Betrieb. Anpassungen erfolgen gemeinsam und vorausschauend, nicht reaktiv.
Elena Kummer berichtet: „Die enge Abstimmung mit unseren SCHAUMANN-Beratern hat dazu geführt, dass wir ganzjährig gleich füttern. Während wir früher Futtermittel wie SCHAUMANN ENERGY PRO nur im Sommer eingesetzt haben, arbeiten wir heute ganzjährig mit einer konstanten Ration und bekommen dadurch gleichmäßige Leistungen und stabile Inhaltsstoffe."

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