Grundfutterknappheit – Jetzt Maßnahmen ergreifen


Trockenstress im Grasbestand

Unter der extremen Trockenheit der letzten Wochen leiden Gras- und Maisbestände. Die Erträge bei der Grasernte fallen deutlich geringer aus als gewohnt und auch beim Mais ist damit zu rechnen.

Die Futterplanung auf den Betrieben muss daher überdacht werden. SCHAUMANN gibt Tipps, welche Maßnahmen nun ergriffen werden können:

 

 

 

Reinigungsschnitt der Grünlandbestände und Nachsaat

 

Auf dem verkümmerten Grünland sollte vor dem Blühen der minderwertigen Arten ein Reinigungsschnitt erfolgen. Andernfalls vermehren sich diese im nächsten Jahr im Bestand. Sofern genügend Masse vorhanden ist, bietet sich eine Silagenutzung an. Aufgrund des hohen Rohfasergehalts des Silierguts ist zwingend darauf zu achten, dass die Häcksellänge unter 2 cm liegt. Um die Bodenerwärmung einzuschränken, sollte die Schnitthöhe 8-10 cm betragen. Es kann ohne Feldliegezeit siliert werden. Der Einsatz von BONSILAGE-Siliermitteln ist unerlässlich, um Nacherwärmung zu verhindern und eine ausreichende Verdichtung des rohfaserreichen und zuckerarmen Materials zu erzielen.

 

Bestände, die sich nicht zum Silieren eignen, sollten beispielsweise mit einem Mulcher vor dem Blühen der minderwertigen Gräser bearbeitet werden. GREENSTAR NACHSAAT sichert die Ertragsleistung der Grünlandbestände in den Folgejahren. Stark verfilzte Bestände müssen in Trockenphasen vorab mit einem Grünlandstriegel bearbeitet werden.

 

 

Anbau von Zwischenfrüchten

 

Auf geräumten Ackerflächen bietet sich der Anbau von Zwischenfrüchten für die Futternutzung an. Bei der Futternutzung im Herbst ist ein Anwelken sehr schwierig. Mit BONSILAGE FORTE wird die Silierung von feuchtem und eiweißreichem Material gesteuert und Fehlgärungen verhindert.

 

Auch unter dem Gesichtspunkt der aktuellen Düngeverordnung und Stoffstrombilanz ist der Anbau von Zwischenfrüchten, die an Wiederkäuer verfüttert werden, von Vorteil. Durch die Trockenheit und die eingeschränkte Stickstoffeinlagerung in die Hauptfrucht haben sich N-Überschüsse im Boden gebildet. Eine Ackerfuttermischung ist in der Lage diese N-Überschüsse in Ertrag umzuwandeln und entlastet so die Düngebilanz.

 

 

Silomaisbestände beurteilen

 

Hitzegeschädigte Maisbestände müssen geprüft werden. Wenn die Pflanzen bereits abgestorben sind, sollte eine Noternte erfolgen. Der aktuelle Trockenstress zur Blüte der Maisbestände führt zu schlecht befruchteten oder sogar kolbenlosen Maispflanzen, die sehr schnell von Fusarien (Hefen und Schimmelpilze) befallen werden. Außerdem sind die Zuckergehalte in den Pflanzen sehr hoch. Damit sich diese kolbenlosen Maisbestände gut verdichten lassen, sollte der Trockenmassegehalt in der Restpflanze zwischen 27-30 % liegen.

 

Um eine hohe Lagerstabilität zu gewährleisten, ist der Einsatz eines Siliermittels unbedingt notwendig. Bei Trockenmassegehalten unter 27 % empfiehlt sich das Siliermittel BONSILAGE MAIS, darüber BONSILAGE SPEED M oder BONSILAGE FIT M. BONSILAGE SPEED M ermöglicht die Öffnung des Silos bereits nach 14 Tage. Dies kann aufgrund der Futterknappheit ein entscheidendes Kriterium sein. Durch die zügige Bildung von Essigsäure kann das Siliermittel die Silage aus den zuckerreichen, belasteten Pflanzen sehr schnell stabilisieren.

 

 

Einsatz von Nebenkomponenten

 

Um Grundfutter einzusparen, können im Herbst und Winter Nebenprodukte verfüttert werden. Allerdings sollte beim Einsatz von sogenannten Nassfuttern, wie zum Beispiel Biertreber oder Zuckerrübenschnitzel, ein besonderes Augenmerk auf die hygienischen Voraussetzungen gelegt werden. Das betrifft zum einen die Lagerung der Futtermittel, aber auch die hygienische Stabilisierung mit SCHAUMASIL-Produkten. Schlecht konservierte Nebenprodukte können die Futteraufnahme der Tiere senken. Weiterhin müssen bei der Rationsgestaltung der Nährstoffgehalt und die Einsatzmenge berücksichtigt werden.

Autor

Peter Nörtershäuser

Peter Nörtershäuser
Produktmanagement Futterbau und -konservierung - SCHAUMANN Deutschland

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